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Nachwort zu den Kersbacher Theatertagen 2019

 

Im März gab die Theatergruppe der DJK Kersbach bei 5x fast ausverkaufter Halle das Stück „Der ledige Bauplatz“ von Regina Rösch zum Besten.

Die ehemalige Lehrerin Cecilie Lang (Elke Stockhausen) erzählte, was sich im Jahr 1999 in zwischen den Familien Hufnagel und Koch in Kersbach abspielte.

Hauptfigur in dem Stück war die ledige „Tante Berta“ (Elke Zametzer), die laut Testament ihres Vaters solange bei einer der verheirateten Schwestern leben muss, bis sie einen Mann gefunden hat. Doch bei den Sitten der 49-jährigen „Jungfrau“, die Bier, Schnaps und Zigarren mehr liebte als Wasser und Seife, kann man sich vorstellen, dass es gar nicht so einfach war, diese „an den Mann zu bringen“.

Sowohl die Schwestern Carola Hufnagel (Karin Scholz) und Mathilde Koch (Paulette Haskowic), als auch ihre Männer Karl-Otto Hufnagel (Marco Hermenau) und Hugo Koch (Thomas Müller) stritten sich zum Ärger des Sohnes Kurt Hufnagel (Michael Zametzer) und seiner Ehefrau Irmi (Anja Gabler) jedes Jahr kurz vor Ostern, um den Verbleib der Tante. Jeder versuchte seinen Profit daraus zu schlagen und vor allem die listige Tante Berta schaffte es zwischendurch ihren Nutzen aus den „heimlichen Geschäften“ zu ziehen.

Die Familien überlegten, wie man die Tante nun endlich losbekäme und hatten die Idee, eine Heiratsanzeige aufzugeben. Da aber mit Berta nun wirklich kein Staat zu machen war, gab es als Mitgift einen Bauplatz.

Dieses Argument zog die Bewerber an. Sogar aus Frankfurt reiste ein betuchter Junggeselle namens Helmut Birnstengel (Willi Freund) an.

Jedoch verlief die Brautschau nicht ohne Probleme, Verwicklungen und Verwechslungen. So unterschrieb der neue Aushilfspfarrer (Bernhard Wagner) im guten Glauben, ein Zimmer zu mieten, schließlich einen Ehevertrag.

Kaum freute man sich darüber Berta los zu sein, geschah etwas völlig Unvorhersehbares. Der Nachbar Franz (Christian Seese) entdeckte auf Bertas Bauplatz eine sprudelnde Ölquelle und schließlich gewann Berta auch noch im Lotto. Karl-Otto und Hugo versuchten alles Mögliche, um die plötzlich „liebe Tante Berta“ und „ihr schönes Geld“ zu behalten. Doch Berta hatte bereits einen anderen Plan und kündigte einen Scheich als Heiratskandidaten an. Die Familien beschlossen, dass jemand von ihnen dem Scheich den Kopf verdrehen musste und weil die Damen sich nicht bereit erklärten, schlüpfte schließlich der Metzgermeister Hugo Koch in die Rolle der Verführerin.

Da Berta gar nicht so dumm war, wie sie aussah, war es eine Überraschung für alle Beteiligten, dass sich der Scheich als der verkleidete Nachbar Franz enttarnte, der mit Berta die Idee hatte, ein Ölfass mit einer Pumpe zu versehen und auf dem Acker zu vergraben, um die Familien zu täuschen.

Das Stück war herzzerreißend komisch und sorgte in allen 3 Akten für Lachausbrüche vom allerfeinsten. Wenn Sie das Stück besucht haben, werden Sie noch heute an die Stimulation Ihrer Bauchmuskeln denken, wenn Sie an die Eine oder Andere Szene zurückdenken.

Die Laienschauspieltruppe der DJK Kersbach bedankt sich bei dem fantastischen Publikum und natürlich bei allen fleißigen Helfern, Freunden und Gönnern, beim Malerfachbetrieb Held, für die wie gewohnt ansprechende Gestaltung des Bühnenbildes, bei Sparkasse und Volksbank, sowie bei Naim Hassim für den Kartenvorverkauf!

 

Als Souffleuse unterstützte in diesem Jahr wieder Nicole Hoffmann. Professionelle Unterstützung  bei Maske und Frisuren hatte die Theatergruppe in diesem Jahr wie gewohnt von Elke Habert und Manuela Decker mit Tochter Clara. Eckard Seuss, Hans Meyer und Johannes Zametzer kümmerten sich um Technik, Ton und Bild!

 

Wir freuen uns schon jetzt darauf, Sie im nächsten Jahr wieder begeistern zu dürfen, wenn es wieder heißt: „Vorhang auf!“